Über uns

Wie alles begann und was man tut, wenn...

ruedi

Ruedi

1971 habe ich hier die Stelle als Betriebsleiter für einen Versuchsbetrieb für Wachstumsversuche an Schafen und Schweinen angenommen. Meine Aufgabe bestand unter anderem darin, für die 3 Versuchsdurchgänge pro Jahr jeweils 64 Lämmer mit gleichem Gewicht bereit zu stellen, d.h. es ging alles streng nach Kalender, da die Vorbereitungszeiten für diese Versuche ziemlich aufwändig waren. Dies wurde alles erreicht mit 200 Mutterschafen in 2 Herden und 3 Ablammungen. Das ganze Handling mit den Schafen (Brunstsynchronisation, Trächtigkeitstest usw.) war sehr schwierig. Das dauernde sortieren der Schafe war für sie nicht angenehm, so dass der Trick mit dem Futterkessel relativ schnell nicht mehr funktionierte. Es war jedes Mal ein Gerenne (unter Einsatz der ganzen Familie), bis wir die Schafe im Stall hatten.
Dann kauften wir einen Appenzeller, aber wir wussten nicht, wie wir ihn ausbilden sollten. Einen Vorteil hatte die Sache, wenn der Hund dabei war, entwischten die Schafe weniger oft durch unsere Beine.
1973, ein Jahr später erhielt ich die Gelegenheit mit der Beziehung meines damaligen Chefs einen jungen Berger des Pyrénées aus Frankreich zu erwerben. Diesen habe ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen ausgebildet. Er ist 13 Jahre alt geworden und hat 11 Jahre gut gearbeitet.
Auf einer Studienreise nach Neuseeland und Australien habe ich dann die Border Collies kennen gelernt. Ich hatte die Gelegenheit, kurz vor dem ersten Ausbildungskurs der Schweiz mit dem Engländer Jim Easton einen Junghund zu kaufen. Der Züchter brachte mir den jungen Rüden namens Chicco, mit dem ich eigentlich am Kurs teilnehmen wollte. In dieser kurzen Zeit bis zum Kursbeginn, hatte ich grosse Mühe mit ihm (keine Manieren, Gehorsam gleich null, voll Energie die ich damals nicht verstehen konnte). Ich fühlte mit überfordert und wollte ihn am Kurstag dem Züchter wieder zurückgeben. Trotz der schlechten Erfahrung mit den teilnehmenden Border Collies, denn kein einziger konnte arbeiten, behielt ich Chicco am Ende doch. Wenn ich heute zurück denke, war dieser Kurs grauenvoll.
Ich hatte den ganzen Tag damit zutun, die Schafe, die die „bösen" Border Collies zerstreut hatten, aus allen Ecken raus zu holen.
Mit Chicco verstand ich mich immer besser und als Team hatten wir grosse Erfolge zu verzeichnen.
Nach der Gründung des SSDS (Abkürzung für den „Schweiz. Verein für die Ausbildung von Herdengebrauchshunden") fanden oft Kurse bei uns auf dem Hof statt.
Am Anfang haben wir immer einen Ausbilder aus dem Ausland eingeladen. Langsam wuchs die Idee, doch zwischen den Kursen mit den Ausländern auch selber was zu machen. Von Pierre Frick, damals Präsident des Schwedischen Border Collieklubs, habe ich sehr viele Impulse erhalten, die ich für die Ausbildung mit Border Collies umsetzen konnte.
Die grössten Erfolge
Mit all diesen Hunden errang ich auch mindestens einmal den Schweizermeistertitel, nebst vielen Prüfungssiegen im In- und Ausland.

regula

Regula

Schon in jungen Jahren war ich angetan von den Tieren. Von der Vorstellung einmal mit einem Bauern verheiratet zu sein, war keine Rede.
Auf den Hund bin ich schon in jungen Jahren gekommen. Zu Hause war dies lange kein Thema, also verbrachte ich meine Freizeit mit Hunde „Gassi führen" von Bekannten und vor der Schule hatte es eine Zucht von Zwergspitzen wo ich viel war. Mit der Zeit konnte ich die Eltern überzeugen und so kam der erste Hund ins Haus.
Natürlich war mein Wunsch einmal selber einen Hund zu haben. Als ich erwachsen war erfüllte ich mir diesen Wunsch und kam so auf die Rasse Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Ein lebendiger arbeitsfreudiger Hund.
An meiner Arbeitsstelle (50 %) arbeite ich mit der Person zusammen die jetzt verantwortlich ist für meine Liebe zum Border Collie. Sie heißt Karin Bischof und züchtet diese Rasse und half mir viel bei Fragen etc.
Karin nahm mich mit nach Österreich, wo die Jungen von ihrem Deckrüden Twin waren. Aus diesem Wurf erhielt ich meine Ginnie. Respektive Ginnie entschied sich für mich.
Agiltiy wollte ich mit ihr nicht machen, denn ich sah im Fernsehen „One man and his Dog" und sah für was diese Rasse eigentlich gezüchtet wurde. Faszination ohne Ende. Vorher las ich in den Büchern, dass der Border Collie zum Schafe treiben eingesetzt wird.
Aber wie kann ich dies meiner Ginnie bieten?? War sie dafür überhaupt geeignet?? Bringt sie diese Veranlagung mit?? Viele, viele Fragen. Von Karin erfuhr ich, dass in meiner Nähe in Olsberg ein Ruedi Roth lebt, der Border Collie resp. Ihre Hundehalter ausbildet im Schafe treiben. Viele male telefonierte ich ihm, aber er war zurückhaltend, denn selber Schafe hielt ich nicht und warum ich dies überhaupt wolle. Nach langem hin und her durfte ich mit meiner Ginnie bei ihm erscheinen.
Fazit: Ginnie sei interessiert an den Schafen und ich solle mit ihr anfangen.
Jetzt bin ich seit Ende 1999 auf der Sennweid hängen geblieben und Dank meiner Ginnie habe ich auch den Mann für mein Leben gefunden.
Diese Arbeit auf dem Bauernhof ist für mich eine tolle Abwechslung zu meinem Beruf und meiner Liebe zu den Tieren kann ich so voll ausleben.
Mein Ressort ist für das wohl ergehen der Hunde zu sorgen, die Züchterei und Aufzucht der Junghunde. Ich bilde mich an Fortbildungskurse immer weiter, machte auch den Ausweis zur Welpenspielgruppenleiterin, weil mich dieser Lebensabschnitt der Hunde besonders interessiert.
Daneben bin ich Übungsleiterin des SSDS und half oft mit bei den Trainings auf der Sennweid. Nun ist ja alles wieder anders. Da wir die Sennweid nicht mehr bewirtschaften, ist mein Wirkungskreis als Übungsleiterin kleiner geworden. Aber man macht ja wieder was anderes und neues kommt dazu.
Im April 2013 habe ich die Ausbildung zur Wesensrichterin der SKG erfolgreich bestanden. Somit bin ich einen kleinen Schritt näher, in Richtung Zuchtgeschehen.
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